Die Auferstehung einer Rolleiflex 3.5B

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Die Auferstehung einer Rolleiflex 3.5B

Vor einigen Wochen habe ich bereits einen Blogpost über meinen Neuzugang – die Rolleiflex 3.5f – gepostet. Damals noch war die über 60 Jahre fast 70 Jahre alte Kamera (Update: mittlerweile weiß ich, das die Kamera zwischen 1945 und 1949 gebaut wurde und somit noch älter ist als vermutet) etwas liebesbedürftig und nicht nicht unbedingt im besten Zustand.

Nach einer erfolgreichen Restauration, habe ich nun den ersten Film vollgemacht und gestern die Bilder entwickelt sowie heute morgen gescannt. Ich bin mehr als glücklich über die Ergebnisse – die Bilder sind bis auf eines, alle korrekt belichtet (bei einem gab es wohl das Problem einer Doppelbelichtung), scharf und sehen absolut toll aus. Ich wollte einen bunten Mix an Motiven und Stimmungen einfangen – weshalb es etwas länger gedauert hat, den Film voll zu bekommen.

Nach dem Scannen ging es dann an die Bearbeitung in Lightroom und Photoshop und ich möchte euch heute einen kurzen Überblick über meinen Workflow für den von mir verwendeten Mittelformat-Film Ilford HP5+ geben.

Ich habe den Film 1 Blende überbelichtet (ISO200 anstatt 400) um etwas mehr Kontrast zu bekommen. Entwickelt wurde er mit Adox Adonal (Rodinal) im Mischverhältnis 50+1 und fixiert mit Adofix im Mischverhältnis 9+1. Für beide Prozesse habe ich 12 Minuten angesetzt. Danach wurde mit der Ilford Methode gewaschen (5 – 10 – 20 Kippungen).

Den getrockneten Film habe ich geschnitten und dann mit meiner Nikon D810 und einem Samyang 100mm f2.8 Macro Objektiv digitalisiert. Die Kameraeinstellung lag bei 1/250stel Sekunde, ISO64 und Blende f8.1. Der Blitz wurde mit 1/128stel Leistung abgefeuert.

In Lightroom habe ich nur eine Grundbearbeitung gemacht. Sie ist auf dem Cheatsheet rechts zu sehen. Nach dem Export nach Photoshop als Smartobjekt, wurde der lokale Kontrast etwas angehoben (mit NIK FX Viveza) und die Konvertierung zum Positiv mit Hilfe von NIK Silver FX Pro realisiert. Nach dem Säubern des Bildes (Fussel, Wasserflecken, Staub) mit dem Klontool, wurde noch quadratisch gecroppt und ein Weißrand für den Druck hinzugefügt. Die Ergebnisse seht ihr rechts.

Humberto & Umberto

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2 Comments on “Die Auferstehung einer Rolleiflex 3.5B”

  1. Guten Tag.

    Auch habe dieses Kunstwerk deutscher Kamerabauer. Gibt es dafür auch diese Trageriemen mit Krokodilklemme wie bei den anderen Modellen?
    Mit freundlichen Grüßen
    Friedhelm Westkamp

    1. Hallo Herr Westkamp! Ja, die Riemen gibt es – allerdings sind sie schwer zu finden. Ich hatte bisher kein Glück. In New York wollte B&H ca. 100$ dafür und das bin ich nicht bereit, für einen Riemen zu bezahlen. Aber wenn es in Ihrer Stadt Flohmärkte oder Kameraläden mit alten Analogkameras gibt, dann haben Sie vielleicht mehr Glück und entdecken einen guten günstigen. Eventuell auch bei EBay.

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